Grundlagen des Promptens
Lektion 3 von 3 6 Minuten

Klar und konkret formulieren

Vage Wörter erzeugen vage Antworten. So ersetzt du sie durch messbare Anweisungen.

Wörter wie „kurz“, „professionell“ oder „gut“ bedeuten für jeden etwas anderes. Das Modell wählt dann den Durchschnitt, und der ist selten das, was du dir vorgestellt hast.

vage
Fass den Text kurz zusammen.
klar
Fass den Text in genau drei Stichpunkten zusammen, jeder höchstens 15 Wörter lang. Konzentrier dich auf Entscheidungen, nicht auf Diskussionen.
„Kurz“ wurde durch eine zählbare Vorgabe ersetzt, und es ist klar, was wichtig ist.

Sag, was du willst, nicht nur, was du nicht willst

„Keine Fachbegriffe“ ist hilfreich, aber „Erklär es so, dass es eine 14-Jährige versteht“ ist besser. Positive Anweisungen geben eine Richtung vor, Verbote nur eine Grenze.

vage
Schreib nicht so förmlich.
klar
Schreib so, wie du einer befreundeten Kollegin im Chat schreiben würdest: locker, in Du-Form, gern mit einer kleinen Prise Humor.
Die Anweisung beschreibt den Zielzustand statt nur das Problem.

Checkliste für klare Prompts

  • Ersetze ungefähre Wörter durch Zahlen (Wörter, Stichpunkte, Absätze)
  • Nenne die Zielgruppe ausdrücklich
  • Beschreibe den gewünschten Ton mit einem Vergleich
  • Trenne Anweisungen und Material, z. B. mit „Text:“ und Anführungszeichen

Kurzes Quiz

0 von 2 beantwortet
  1. 1.Welche Anweisung ist am konkretesten?

  2. 2.Warum sind positive Anweisungen oft besser als Verbote?